Urgeschichte der Donzdorfer Schulen

"Das älteste uns bekannte Schulgebäude in Donzdorf wird wohl das Schul- und Rathaus gewesen sein, das an der Stelle des späteren Tanzbrunnens auf dem Marktplatz stand und im Frühjahr 1884 abgebrochen wurde. Dann folgte das jetzige alte Schulhaus an der Hauptstraße, welches 1846 erbaut wurde. 1908 wurde hier ein Anbau errichtet, der zwei Klassenräume enthielt. Es waren damals zwei Klassen und zwei Lehrerwohnungen im heutigen Rathaus untergebracht. In den Jahren 1949/50 durch einen umfangreichen Erweiterungsbau nach den Plänen von Dr. Raisch zur heutigen Steingartenschule umgebaut. In den Jahren 1959/60 wurde die Messelbergschule erbaut. Im Herbst 1967 wurde mit dem Bau des neuen Schulhauses für das Donzdorfer Progymnasium begonnen.

Allein seit dem Ende des 2. Weltkrieges sind also in Donzdorf schon drei Schulhaus-Neubauten errichtet worden, ein Beweis dafür, welche großen Aufgaben einer Wachstums-Gemeinde heute auf dem Gebiet des Schulwesens gestellt werden und welche enormen finanziellen Anstrengungen dafür erforderlich sind.
" Aus einem Bericht von Georg Weber (Bürgermeister a.D.)

1964   Der Gemeinderat gibt im November bekannt, dass die Einrichtung eines Progymnasiums beantragt wurde.

1965     43 Schüler aus Donzdorf und den Nachbarorten werden angemeldet.

1966     Die Planungen für den Neubau eines Schulhauses für das Progymnasium laufen. Als kommissarischer Schulleiter wird OStR Ulrich Geiger bestellt. Die Schülerzahl steigt auf 123 Schüler.

1967     Die Anmeldezahlen steigen auf 61 Schüler. Im September besuchen das Progymnasium bereits 190 Schüler, aufgeteilt in 6 Klassen. Alle Klassen werden in der Steingartenschule unterrichtet.

1968     Den 190 Schülern stehen 7 Lehrkräfte zur Verfügung.

1969     Die Vorarbeiten zur Planung für eine Schulturnhalle mit Kleinschwimmbecken laufen. Am 29. März wird der Grundstein für ein neues Schulgebäude gelegt.Die Gesamtschülerzahl steigt für das Schuljahr auf rund 300 Schüler an.

1970     Umzug in das neue Schulhaus

1971     Aus dem Progymnasium wird ein Gymnasium im Aufbau.
OStR Dr. Hartmann Müller wird im August als stellvertretender Schulleiter zugewiesen.
Das Progymnasium wird im Oktober von 390 Schülern, die in 13 Klassen aufgeteilt sind, besucht.

1972     Die Schülerzahlen steigen rapide an. Im September herrscht erstmals seit Bezug des neuen Gebäudes akute Schulraumnot. Für 15 Klassen stehen nur 13 Klassenräume zur Verfügung.

1973     Der Donzdorfer Gemeinderat beschließt, dem Gymnasium einen Namen zu geben. Zur Diskussion stehen: Lautertal-Gymnasium, Rechberg-Gymnasium, Messelberg-Gymnasium und Gymnasium Donzdorf.

1974     Der Name Rechberg-Gymnasium Donzdorf wird auf Vorschlag der Schule vom Gemeinderat als offizieller Name akzeptiert.

1976     Der 1. Neubau wird eingeweiht. Den 575 Schülern, aufgeteilt in 21 Klassen, stehen mittlerweile 31 haupt- und 4 nebenamtliche Lehrer zur Verfügung. Im Dezember wird Erich Knobloch zum stellvertretenden Schulleiter ernannt. Das Rechberg- Gymnasium bemüht sich um eine Partnerschaft mit Riorges/Frankreich.

1979     55 französische Schüler kommen am 14. April zum ersten Mal für 17 Tage nach Donzdorf. Der Gegenaustausch der Donzdorfer Schule erfolgt am 20. August. Im September erreicht das Gymnasium seine höchste Schülerzahl: 722 Schüler! Riorges und Donzdorf werden urkundlich als Partnerstädte dokumentiert.
Der Verein der Freunde des Rechberg- Gymnasiums e. V. wird am 30. November gegründet.

1981     Zu Beginn des Schuljahres sind 705 Schüler auf 26 Klassen verteilt.

1990     Der neue Schulleiter Heinz Gerhardt tritt sein Amt an.

1999     Kommissarischer Schulleiter StD Erich Knobloch.

1999     Der 2. Neubau wird im September eingeweiht.

2000     Studienrat Franz Fischer wird zum neuen Schulleiter ernannt. Im März wird der neue Computerraum fertig.

2001     Der erste Jahrgang wird im neu eingerichteten Bilingualen Zug des RGD unterrichtet.

2002     Einrichtung eines Laptop-Pools am RGD, ermöglicht durch Spenden des Fördervereins und des Elternbeirats.
Einstieg des Rechberg-Gymnasiums Donzdorf in die Schüleringenieurakademie in Kooperation mit der Hochschule Esslingen, den Göppinger Gymnasien und dem EKG Eislingen.

2003     Im Herbst beginnt der bilinguale Sachfachunterricht in Geographie.

2004     Das achtjährige Gymnasium wird am Rechberg-Gymnasium eingeführt. Entwicklung eines offenen Ganztagesangebots mit Hausaufgabenbetreuung.

2005     Einführung eines Methodencurriculums am RGD und des verpflichtenden Sozialpraktikums „Compassion“. Ausbau des bilingualen Zuges mit englischsprachigem Geschichte- und Biologieunterricht.

2006     Weitere Profilierung des Rechberg-Gymnasiums durch die Implementierung eines Leitbildes. Das Rechberg-Gymnasium definiert sich als weltoffene international orientierte Schule mit bilingualem Profil.

2007     Einrichtung einer gemeinsamen Mensa von Rechberg-Gymnasium und Messelbergschule Donzdorf. Baubeginn der neuen naturwissenschaftlichen Räume (NwT).

2008     NwT-Unterricht beginnt in den neuen NwT-Räumen mit einer hochmodernen Labortechnik und in Kooperation mit der Firma Festo-Didactic. Einführung eines neuen Sprachenzuges mit der Sprachenfolge Englisch, Französisch oder Latein und Spanisch.

2009     Etablierung eines durchgängigen Sozialcurriculums mit sozial- und erlebnispädagogischen Elementen. Einführung eines elektronischen Bestell- und Ordersystems für unsere sehr erfolgreiche Mensa. Umbau und Ausbau der Aula zu einem multifunktionalen Theater- und Veranstaltungsraum. Ausbau unseres musikalischen Angebots durch die Einführung von Streicherklassen in Kooperation mit den Jugendmusikschulen Donzdorf und Süßen.

2010     Ausbau unserer Theater-AG zu einem Dramen- und Theatercurriculum bis Klasse 10. Einführung des Faches Literatur und Theater für die Kursstufe 1 als Wahlfach.

2011     Überlegungen zum weiteren Ausbau der Mensa und des Ganztagesangebotes am RGD. Mittagsmütter als zentrales Element der RGD-Mensa.

2012     Der Doppeljahrgang wird zum großen Erfolg des RGD - alle 141 Schülerinnen und Schüler bestehen das Abitur, mit zum Teil hervorragenden Leistungen. Riesenparty mit 1000 Gästen in der Werfthalle.
Evaluation des RGD mittels SEIS.
Planung des Oberstufenkollegs in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule MBS.

2013     Genehmigung des "Kooperativen Bildungszentrums Donzdorf mit Einführungsstufe" - In 8 und 9 Jahren zum Abitur.
Inbetriebnahme des 1. Lernateliers am RGD ("Lernatelier Sprachen").
"Schule soll neue Mitte bekommen": Einstimmiger Beschluss des Donzdorfer Gemeinderates zum Bau eines neuen Mensa-Gebäudes

2014     Besuch von Kultusminister Stoch am Kooperativen Bildungszentrum Donzdorf (Rechberg-Gymnasium und Messelbergschule). Dort informierte sich der Kultusminister über den innovativen Ansatz der erfolgreichen Zusammenarbeit eines Gymnasiums mit einer Gemeinschaftsschule.
Der erste Spanienaustausch (Klasse 10 und KS I): 27 Schüler/innen mit ihren Lehrern und dem Schulleiter kamen in der Woche vom 22.09.-30.09.2014 nach Donzdorf. Im April 2015 findet der Gegenbesuch unserer Schüler/innen in Calasparra statt.
Das RGD wird am 07.10.2014 neben weiteren 17 Schulen als MINT-freundliche Schule von Kultusminister Stoch ausgezeichnet.