Das erste Schullandheim des RGD in Großbritannien – Fahrt nach Grittleton in Klasse 7 

Am Donnerstag, den 20.9.2018 war es endlich soweit. Aufgeregt fieberten die 74 Schüler der Jahrgangsstufe 7 dem Schullandheim entgegen. Besonders groß war die Aufregung auch deshalb, weil es der erste Jahrgang unserer Schule sein sollte, der nach England fahren durfte. Nach der Verabschiedung von den Eltern ging es mit den 6 Begleitlehrern Frau Vargas, Frau Geisinger, Frau Traut, Frau Lange, Herrn Benninger und Herrn Lehmann mit dem Bus Richtung Niederlande, wo wir in Rotterdam auf die Nachtfähre umstiegen, die eher an ein Kreuzfahrtschiff erinnerte. 

Am nächsten Morgen erwachten wir in Hull (England) und fuhren mit dem Bus zunächst zum Warwick Castle, welches in 6 Gruppen ausgiebig erkundet wurde. Begeistert bestaunten die Schüler die Wachsfiguren, die das Leben der damaligen Zeit nachstellten, versuchten im Labyrinth den richtigen Weg zu finden und bestiegen die Ecktürme, was mit einer gigantischen Aussicht über die tiefgrüne englische Landschaft belohnt wurde. Am späten Nachmittag kamen wir in Grittleton an und bezogen unsere Zimmer bevor die Erkundung des alten Herrenhauses begann und der Spieleraum im Keller entdeckt und ausgiebig genutzt wurde. 

Der nächste Tag führte uns nach Bath, wo uns das Wetter zwar „very British“ begrüßte, uns die gute Laune jedoch nicht nahm. Zunächst gab es einen kleinen Rundgang durch Bath Abbey – die Abteilkirche in Bath, dann ging es in die römische Badeanlage, wo sowohl Schüler als auch Lehrer von Audioguides individuell geführt wurden. Anschließend gab es Zeit zur freien Verfügung, welche von den meisten zum Souvenirshopping genutzt wurde. 

Am nächsten Morgen gab es in Bristol im Science Center „We the Curious“ viel Zeit zum Ausprobieren verschiedener Experimente. Dort konnten u.a. Kurzfilme selbst geschnitten werden, Kühe gemolken werden, man konnte zum Astronaut werden, verschiedene optische Täuschungen erleben, die Nachbildung eines Minitornados betrachten und vieles, vieles mehr. Danach führte uns ein kleiner Spaziergang durch den Hafen und die schöne Stadt bevor wir mit dem Bus zur Suspension Bridge fuhren, welche sehr beeindruckend war und die wir zu Fuß überquerten. 

Am nächsten Morgen ging es bei strahlendblauem Himmel und viel Sonnenschein nach Wales zur Brecon Railway Station. Von dort fuhren wir mit einer Dampflok in die wunderschöne Hochebene von Wales und konnten am Ufer eines idyllischen Sees Mittagspause machen, bevor wir anschließend zur Erkundung von Caerphilly Castle – ebenfalls in Wales – aufbrachen. Auch dort waren die Schüler mit Begeisterung bei der Erkundung des alten Rittersaales, der zahlreichen Türme, eines Labyrinths und der Drachengrube, aus der per Knopfdruck sogar Rauch aufstieg. Abends gab es im Gemeinschaftsraum einen Film, der in der Gegend gedreht wurde. 

Am folgenden Morgen fuhren wir zunächst nach Avebury, wo wir einen Teil des großen Steinkreises bei einem Spaziergang anschauen konnten. Das eigentliche Highlight des Tages folgte dann am Nachmittag, als wir zum UNESCO-Weltkulturerbe aufbrachen und den Steinzirkel von Stonehenge bewundern konnten. Die Anziehungskraft ist vermutlich gerade deshalb so groß, weil bis heute nicht eindeutig geklärt ist, welchen prähistorischen Zweck und welche kulturelle Bedeutung die Steine hatten. Zurück in Grittleton gab es nach dem leckeren Barbecue mit Hamburgern den Discoabend, bei dem ausgelassen getanzt und gefeiert wurde. 

Am Mittwoch hieß es nach dem Frühstück bereits „Abfahrt“ in Richtung Hull, wo wir am Nachmittag in „The Deep“ – einem Tiefsee-Aquarium vergleichbar mit dem bekannten Sealife – auf unsere Kosten kamen. Am Abend wurde auf der Fähre das vielfältige Buffet gestürmt, bevor es eine letzte Nacht auf See gab. Am Donnerstag kamen wir nach 10 Stunden Busfahrt etwas erschlagen, aber glücklich in Donzdorf an. 

Rückblickend kann man sagen, dass die erste Schullandheimfahrt nach Großbritannien ein Erfolg war und wir eine unvergessliche, schöne und lustige Zeit in England verbracht haben, an die man sich gerne zurückerinnern wird – egal ob als Schüler oder als Lehrer. 

(Carolin Lange)