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Kooperation von Gymnasium und Gemeinschaftsschule

 
In Donzdorf und auch in Salach sind alle Abschlüsse möglich! Die Einlösung dieses Versprechens steht im Zentrum einer Kooperation zweier Schularten. Das Rechberg-Gymnasium und die beiden Gemeinschaftsschulen aus Donzdorf (Messelbergschule) und Salach (Staufeneckschule) haben sich 2013 gemeinsam aufgemacht, um ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit anzubieten, am Ende ihrer Schullaufbahn die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur, zu erreichen.
Hierzu treffen die Kooperationspartner Vereinbarungen zur systematischen Vorbereitung und individuellen Gestaltung des Übergangs von Schülern der Gemeinschaftsschule an das Gymnasium. Die Maßnahmen werden dabei auf mehreren Ebenen geplant und durchgeführt. Sie betreffen die organisatorisch-strukturelle Ebene, die sachlich-inhaltliche Ebene sowie die persönliche Ebene.
Den Machern ist dabei bewusst, dass eben diesem Übergang zwischen den beiden Schularten eine entscheidende Bedeutung zukommt. Konkret bedeutet dies, dass die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschulen nach ihrem Abschluss in Klasse 10 an das Rechberg-Gymnasium wechseln, um dann mit dem Besuch der dortigen Klassenstufe 10 eine einjährige, den besonderen Anforderungen und Bedürfnissen entsprechende „Einführungsphase“ absolvieren. Mit dieser sollen sie schließlich optimal auf die Kursstufe des G8-Gymnasiums vorbereitet werden. Die betreffenden Schülerinnen und Schüler machen somit nach neun Jahren ihr Abitur.
Selbstredend kann eine gemeinsame Gliedklasse nicht der einzige Berührungspunkt beider Schulen sein. Eine solch schmale Brücke wäre nicht tragfähig und würde die "Einführungsphase" als Verlegenheitslösung erscheinen lassen. Vielmehr werden die SchülerInnen und Schüler in Donzdorf und Salach mit einem früh ansetzenden umfangreichen Kooperationsprozess begleitet.
Mit einer Zusammenarbeit in diesem Umfang sind die drei Schulen im besten Sinne Pioniere auf dem Feld der Kooperation von Gymnasien und Gemeinschaftsschulen und unser Weg ist noch nicht zu Ende.



Ralph Mülherr
8.05.2019