Das Rechberg-Gymnasium wird „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“  


Am 24. 7. 2019 wurde dem Rechberg-Gymnasium auf Eigeninitiative und nach der Sammlung vieler Unterschriften im Vorfeld im Rahmen einer Vollversammlung in der Aula mit allen Schülern und Lehrern die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ verliehen.
Schulleiter Franz Fischer begrüßte in seiner Rede zunächst die beiden Patinnen des Projektes, die Landtagsabgeordnete Frau Razavi und Pfarrerin Kaden. Ebenso willkommen wurden der Vertreter von „Schule ohne Rassismus“, Herr Willhelm, sowie alle Schüler und Lehrer des Rechberg-Gymnasiums geheißen.
Der Schulleiter betonte des Weiteren, dass die Verleihung des Titels ein Zeichen nach Innen und Außen sei, da die Schülerschaft durch die Eigeninitiative und aus humanitärer Überzeugung eine gewisse Haltung vertrete, die jegliche Form von Rassismus bekämpfe und dafür stehe für Toleranz und gegenseitigen Respekt einzutreten. Damit werde Artikel 1 des Grundgesetztes aktiv angewandt, welcher besagt, dass „die Würde des Menschen unantastbar ist“.
Auch der Schülersprecher Bircan Ergün erntete im Anschluss für seine Worte großen Applaus seitens der Schülerschaft.
Als Patin des Projektes gab Frau Nicole Razavi einen kurzen Einblick in ihr Privatleben, indem sie erzählte, dass auch sie einen Migrationshintergrund habe, in Schule und Beruf aber nie Opfer von Rassismus wurde. Ebenso beschrieb sie wie jeder wohl schon Formen des Rassismus erlebt habe, so beispielsweise wenn man mit älteren Menschen auf dem Bürgersteig gehe und eine Gruppe Jugendlicher nicht nur keinen Anschein macht auszuweichen, sondern auch noch beginnt die älteren Menschen zu beschimpfen. Auch Pfarrerin Kaden erreichte mit ihren Worten die Schüler und sie machte an mehreren Beispielen deutlich, dass in der heutigen Zeit niemand mehr aufgrund seines Geschlechtes, seiner Hautfarbe oder gar seiner Religion benachteiligt werden dürfe.
Anschließend richtete Herr Willmann das Wort an die Schülerschaft und gab zu verstehen, wie toll er es findet, dass so viele durch ihren Applaus und ihre Anwesenheit deutlich machten, dass sie hinter dem Projekt stehen. Er überreichte anschließend das Schild mit der Auszeichnung zur „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ dem Schulleiter und dem Schülersprecher mit den Worten, dass die Schule noch nichts gewonnen habe, sondern sich durch die Auszeichnung verpflichte, aktiv gegen Rassismus vorzugehen.
(Carolin Lange)