Der Kapitän verlässt sein Schiff - Verabschiedung von Herrn Fischer

Am 31. 1. 2020 wurde unser Kapitän (Schulleiter Franz Fischer) nach 20 Jahren allseits steuersicherer Fahrt auf hoher See in den Ruhestand verabschiedet. Um den Landgang unseres Kapitäns gebührend zu feiern, ließen sich die zahlreichen Matrosen und Schiffsangestellten eine große Überraschung einfallen.
So kam es, dass der Kapitän in den frühen Morgenstunden unter einem Vorwand in unsere Schiffskajüte in der Messelbergschule gelockt wurde, sodass unser Schiff geschmückt werden konnte und sich die Matrosen für ihren Einsatz vorbereiten konnten. Zur vierten Stunde wurde der Kapitän dann von seinem Ersten Offizier, Herrn Maurer, abgeholt und in Richtung Hauptschiff geführt. Auf dem Weg dorthin standen die ältesten Matrosen der Einheiten KS1 und KS2 Spalier, die ihm ein letztes Mal seine Kapitänsmütze, seinen Anzug sowie seine Pfeife überreichten und ihn mit Wunderkerzen begrüßten. Dadurch fühlte sich Herr Fischer, wie er selbst sagte, fast wie Florian Silbereisen als neuer Traumschiffkapitän beim Gang zum Kapitänsdinner.
Am Eingang zu seinem Schiff wurde dem Kapitän eine Schatzkarte überreicht, denn er sollte nun eine letzte abenteuerliche Fahrt mit seiner ganzen Besatzung durchführen. Die kleinsten Matrosen, die gerade erst vor einem halben Jahr auf dem Schiff angeheuert hatten, begrüßten den Kapitän vor den Kabinen mit den Hunderternummern mit Laolawellen, kleinen Papierschiffen und Fischen in ihren besten Matrosenanzügen. Manche von ihnen- wer möge es ihnen nach nur so kurzer Zeit an Bord auch verübeln- trugen sogar noch Schwimmflügel.
Der Kapitän fand seinen Weg hinauf zu Deck 2 mit Hilfe der Schatzkarte. Dabei kam er an den etwas älteren Matrosen vorbei, die nun schon ein paar Jahre an Bord waren. Diese überreichten ihm einen Kompass und ein Fernrohr, sodass er nun all seine Utensilien hatte, die er brauchte. Sein Schiffrundgang führte ihn auf Deck 2 vorbei an salutierenden Matrosen mit Plakaten. Unter Ahoirufen stieg er schließlich zu Deck 3 empor, wo die schiffseigene Tanzgruppe „Fischerman‘s Crew“ ihn erwartete und andere Matrosen der Mittelstufe ihm Fischersprüche zuriefen.
Der Kapitän machte sich anschließend auf den Weg ins Theatrium des Schiffes, wo alle Matrosen Platz finden konnten und welches im typischen Kreuzfahrerstil hergerichtet war: Wellen aus Papier, Enten, Taue, Schwimmreifen und andere Dinge gab es zu bestaunen. Im Theatrium erwartete den Kapitän zunächst ein kleiner Film, der ihn in alte Zeiten zurückversetze und Bilder von Unternehmungen mit der Crew während der letzten 20 Jahre zeigte.
Anschließend kamen zwei Piraten an Bord, die bekannt gaben, dass sie das Schiff kapern wollten, sollten der Kapitän und sein Erster Offizier nicht in der Lage sein einige Aufgaben zu lösen. So mussten sie Schätzfragen lösen, bei welchen sich zeigen sollte, wer das Schiff und dessen Besatzung besser kenne. Nach der Quizrunde kam der Kapitän in den Genuss eines selbstgedichteten Stückes, das vom derzeitigen Obermatrosenkurs der KS2 kreiert wurde. Anschließend führte die Showgruppe „Fischerman‘s Crew einen einstudierten Tanz für den Kapitän auf, welcher großen Beifall erntete. Danach folgte ein synchronisierter Käpt’n Blaubär Film, welcher von einigen Mitgliedern der Matroseneinheit 10b zum Anlass entsprechend dargeboten wurde.
Am Ende konnten der Kapitän und sein Erster Offizier den Code für die Schatzkiste knacken, doch großzügig wie man ihn immer kannte, behielt der Kapitän den Goldbärenschatz nicht selbst, sondern verteilte ihn an alle Matrosen. Dann überreichten 2 Matrosen dem Kapitän sein persönliches Logbuch, das alle Matroseneinheiten mitgestaltet hatten und so ihrem Kapitän auf verschiedenen Arten „adieu und ahoi“ sagten.
Ganz im Rahmen einer gelungenen Schifffahrt endete der Tag damit, dass die Piraten sich dazu entschieden hatten, das Schiff doch nicht zu kapern, da ihnen dies als zu stressig erschien. Stattdessen überreichte der Kapitän zum Abschied seine Kapitänsmütze dem Ersten Offizier, welcher nun für das nächste halbe Jahr das Sagen auf der Kommandobrücke übernehmen wird.
Nachdem mit allen Matrosen zusammen das Lied „Count on me“ gesungen wurde, ging der Kapitän von Bord. Wir alle wünschen ihm einen schönen Landgang, Gesundheit, Freude mit seiner Familie und Zeit für Dinge an Land, für die oftmals während der 20 Jahre auf hoher See keine Zeit blieb. Er hinterlässt ein Schiff, das immer in sicheren Fahrrinnen schipperte und so hoffen wir, dass wir es schaffen den Kurs zu halten.
Auf einen Besuch an Bord von unserem nun ehemaligen Kapitän würden wir uns natürlich jeder Zeit sehr freuen.
Ahoi, Kapitän Fischer!

(Carolin Lange)