25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Riorges und Calasparra


25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Riorges und Calasparra – gelebte europäische Freundschaft

25 Jahre Partnerschaft, unzählige Begegnungen und gewachsene Freundschaften über Ländergrenzen hinweg: Am vergangenen Wochenende feierten die französische Stadt Riorges und das spanische Calasparra das 25-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. Auch aus Donzdorf machte sich eine Delegation mit dem Bus auf den Weg nach Frankreich, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit den europäischen Freunden zu begehen.

Zur Donzdorfer Delegation gehörten unter anderem Ursula Seimetz, die als erste stellvertretende Bürgermeisterin Bürgermeister Schwartz vertrat und von zwei Mitgliedern des Gemeinderats begleitet wurde, sowie Martina Mühlberger, die als zweite Vorsitzende des Europabaums den verhinderten ersten Vorsitzenden Herrn Deinfelder vertrat. Mit dabei waren außerdem langjährige Freunde der Städtepartnerschaft und des Europabaums, Eltern von Schülerinnen und Schülern des Rechberg-Gymnasiums sowie die neue Schulleiterin des RGD, Susanne Bergter.

Für sie bot die Reise eine besondere Gelegenheit, sich den französischen und spanischen Partnern persönlich vorzustellen, bestehende Verbindungen kennenzulernen und neue Kontakte für die weitere Zusammenarbeit zu knüpfen. Denn gerade für das Rechberg-Gymnasium ist die Städtepartnerschaft weit mehr als eine Verbindung auf kommunaler Ebene: Durch die regelmäßigen Begegnungen und Schüleraustausche wird Europa für unsere Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfahrbar.

Aus Städtepartnerschaft wird Städtefreundschaft

Im Mittelpunkt des Festwochenendes standen die Menschen, die diese Verbindung seit vielen Jahren mit Leben füllen. In den Festreden wurde immer wieder deutlich, dass aus der ursprünglich institutionell begründeten Städtepartnerschaft längst eine echte Städtefreundschaft entstanden ist. Viele der Anwesenden kennen sich seit Jahren oder sogar Jahrzehnten. Entsprechend herzlich waren das Wiedersehen, das Auffrischen alter Freundschaften und die zahlreichen persönlichen Gespräche.

Ursula Seimetz brachte in ihrer Rede auf den Punkt, worum es bei diesen Begegnungen geht:

„Europa entsteht, wenn aus dem ‚Fremden‘ ein Freund wird.“

Gerade in einer Zeit, in der Europa mit Spannungen, Kriegen und gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist, wurde an diesem Wochenende spürbar, welche Bedeutung persönliche Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und grenzüberschreitende Freundschaften haben können.

Auch in den weiteren Festreden wurde immer wieder daran erinnert, dass Städtepartnerschaften nicht allein von Verträgen und offiziellen Vereinbarungen leben. Entscheidend sind die Menschen, die reisen, Gäste aufnehmen, Begegnungen organisieren und Freundschaften über viele Jahre hinweg pflegen.

Begegnung, Austausch und gemeinsames Feiern

Das abwechslungsreiche Programm bot dafür viel Raum. Nach kurzweiligen und persönlichen Festreden kamen die Gäste bei einem gemeinsamen Mittagessen miteinander ins Gespräch. Viele nutzten die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen, Freundschaften aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen.

Am Abend stand Spanien im Mittelpunkt: Bei einem spanischen Buffet, Musik und Tanz wurde gemeinsam gefeiert. Spätestens hier zeigte sich, dass gelebte Städtepartnerschaft weit mehr ist als ein offizieller Festakt – sie lebt von gemeinsamen Erlebnissen, Offenheit und der Freude aneinander.

Europa beginnt bei jungen Menschen

Eine besondere Bedeutung hat die Partnerschaft für die junge Generation. Seit vielen Jahren finden Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Riorges, Calasparra und Donzdorf statt. Gerade die regelmäßigen Schüleraustausche zeigen, wie nachhaltig Städtepartnerschaften wirken können.

Für das Rechberg-Gymnasium sind diese Begegnungen ein wichtiger Bestandteil europäischer Bildung. Schülerinnen und Schüler lernen dabei nicht nur eine andere Sprache, Kultur und Lebensweise kennen. Sie erleben zugleich, dass Jugendliche in Frankreich und Spanien trotz unterschiedlicher Herkunft viele ähnliche Wünsche, Interessen und Zukunftsvorstellungen haben. Aus Begegnungen entstehen Bekanntschaften – und nicht selten Freundschaften, die weit über den eigentlichen Austausch hinausreichen.

Genau darin liegt auch die Zukunft der Städtefreundschaft: Sie muss von jeder Generation neu mit Leben gefüllt werden.

Engagement, das Unterstützung verdient

Dass solche Begegnungen möglich sind, ist dem großen Engagement vieler Ehrenamtlicher, Gastfamilien, Vereine, Kommunen und Unterstützer zu verdanken. Dieses Engagement braucht auch weiterhin Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Wir möchten deshalb insbesondere auch die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler ermuntern, die Arbeit des Europabaums und der Städtepartnerschaft zu unterstützen – sei es durch eine Mitgliedschaft, durch finanzielle Unterstützung oder durch aktive Mitarbeit. Jeder Beitrag hilft dabei, Begegnungen zwischen jungen Menschen auch in Zukunft möglich zu machen.

Nach einem intensiven und herzlichen Wochenende kehrte die Donzdorfer Delegation mit vielen Eindrücken, neuen Kontakten und der Gewissheit zurück, dass diese Verbindung auch nach 25 Jahren lebendig ist.

Auf viele weitere Jahre der Freundschaft zwischen Riorges, Calasparra und Donzdorf – und auf viele weitere Begegnungen unserer Schülerinnen und Schüler in Europa.

Zwölf Personen posieren lächelnd in einem Raum vor einer Europa-Flagge mit Sternen, Musiker am Schlagzeug im Hintergrund.