Die beste Klasse Deutschlands
Ein Kampf wie David gegen Goliath
Die 7d des Rechberg-Gymnasiums war unter den letzten 32 Klassen im Kika-Wettbewerb „Die beste Klasse Deutschlands“ – jetzt ist sie raus.
5. Februar 2026, Donzdorf
Die Klasse 7d des Rechberg-Gymnasiums aus Donzdorf kämpfte in ihrem „Schulbattle“-Livestream gegen vier andere Klassen.
Wieder was gelernt: KI hat nicht immer Recht, die Regie auch nicht und zur Klassenfahrt geht es doch ins Watt und nicht nach Prag. Der Reihe nach: Die Klasse 7d des Donzdorfer Rechberg-Gymnasiums hat beim Wettbewerb „Die beste Klasse Deutschlands“ mitgemacht. Der Kinder-Sender Kika richtet diesen aus, am Anfang waren es über 300 Klassen aus ganz Deutschland, die mitgemacht haben. Die 7d ließ in der ersten Runde ganz viele hinter sich, war in der am Mittwoch gestarteten 2. Runde eine von noch 32 Klassen. Die Donzdorfer traten gegen vier direkte Gegner von Gymnasien in Mannheim, Regensburg und Stuttgart an. Angesichts der Größe der Städte ein Kampf wie David gegen Goliath, oder wie Heidenheim gegen den VfB.
Damit der Kampf nicht an der Technik scheiterte, wurde vorgesorgt: Das Internet am Rechberg-Gymnasium lief in den Tagen vor der großen Schlacht nicht immer verlässlich, also stellten die Kika-Techniker kurzerhand eine Satelliten-Schüssel aufs Schuldach, um im Notfall per Starlink-Satelliten-Verbindung für stabile Bilder und guten Ton zu sorgen. Die vier Schulen treten per Videokonferenz aus ihren Klassenräumen an, moderiert wird das Ganze von einem Kita-Zweier-Team im Kölner Kika-Studio. Tatsächlich war es ein großer Kampf, allerdings flog die 7d am Ende raus, „rausgebuzzert“ heißt das im Kika-Moderatoren-Sprech.
Kölner Regie kennt schwäbische „Saite“ nicht
Gescheitert sind die Donzdorfer letztlich an der Flagge Australiens. Im Flaggenspiel mussten die Klassen erkennen, ob die gezeigten Flaggen richtig oder falsch sind. Die zugegeben unübersichtliche Flagge Australiens, mit dem Union Jack links oben und sechs weißen Sternen auf blauem Grund, hielten die Donzdorfer für falsch. War sie aber nicht. Pech. Und dann war da noch die Sache mit der „Saite“. Im Buchstaben-Salat-Spiel mussten aus einem vorgegebenen Buchstaben-Haufen Wörter gebildet werden. Tim und Jana, die für die Donzdorfer am Mikro saßen, hatten „Saite“ gesagt und gemeint, allerdings kam im Kika-Studio in Köln „Seite“ an, und das Wort hatte schon eine andere Klasse genannt. Die „Saite“ war in der Kölner Regie nicht so bekannt, gibt ja auch keine Linsen mit Spätzle da oben. Und dass es eine Saite „mit ai“ sein sollte, kam aus Donzdorf auch nicht so deutlich in Köln an.
Wie auch immer, die anderen machten weiter, am Ende holten die Stuttgarter vom Königin-Katharina-Stift den Sieg und sind jetzt in der nächsten Runde. Und die 7d? Nimmt trotzdem eine Menge mit. Viel Aufregung und reichlich Teamgeist. „Die Klasse hat einen unglaublich tollen Zusammenhalt gezeigt“, sagt Klassenlehrerin Ilona Kohanovski. Und was gelernt haben sie auch, denn in der Vorbereitung zum Wettbewerb stellten die Schüler fest, dass auch die KI Fehler macht.
Mit der Klassenfahrt nach Prag, das ist der Hauptgewinn für die „beste Klasse Deutschlands“, wird es also nichts, es geht wie geplant ins Schullandheim ins Watt. Aber: mit einem „200-Euro-Dankeschön“ von Kika für die Klassenkasse im Gepäck.
(Peter Buyer, NWZ)
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