Feierliche Einsetzung von OStD’in Susanne Bergter


Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – Frau Susanne Bergter ist offiziell die neue Schulleiterin des Rechberg-Gymnasiums

Ein neuer Abschnitt beginnt – und dieser durfte gebührend gefeiert werden. Am Freitag, den 25. September 2026, stand die Aula des Schulzentrums Donzdorf ganz im Zeichen der offiziellen Einsetzung von Susanne Bergter als neuer Schulleiterin des Rechberg-Gymnasiums.

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – das bekannte Zitat von Hermann Hesse zog sich wie ein roter Faden durch den festlichen Nachmittag. Und tatsächlich war überall zu spüren: Hier beginnt etwas Neues.

Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte die Combo des Rechberg-Gymnasiums unter der Leitung von Manuel Kolb. Anschließend begrüßte Thomas Maurer, stellvertretender Schulleiter des Rechberg-Gymnasiums und Organisator der Feier, die zahlreichen Gäste.

Den ersten großen Redebeitrag übernahm Schulreferentin Janette Reiser vom Regierungspräsidium Stuttgart. Für sie war die Begegnung mit Susanne Bergter auch eine Reise in die Vergangenheit: Beide waren einst gemeinsam als Lehrbeauftragte am Seminar für Lehrerbildung tätig. 13 Jahre später trafen sie nun bei der Einsetzungsfeier wieder aufeinander – diesmal in einer ganz neuen Konstellation. Reiser hob besonders eine Eigenschaft von Frau Bergter hervor: Ganz gleich, welche berufliche Funktion sie innehatte – sie sei immer Lehrerin mit Herz geblieben. Auch Frau Bergters Fächerkombination mit Geschichte und Ethik passe hervorragend zu ihrer neuen Aufgabe. Geschichte bedeute nicht nur, auf die lange Vergangenheit des Rechberg-Gymnasiums zurückzublicken, sondern nun selbst Geschichte zu schreiben. Ethik wiederum stehe für das, was Susanne Bergter auf ihrem neuen Weg begleiten solle: Entschlossenheit ohne Hast sowie einen von Freundlichkeit und Menschlichkeit geprägten Umgang mit dem Lebensraum Schule. Ihr Wunsch zum Schluss: Frau Bergter möge spüren, dass sie in Donzdorf am richtigen Ort angekommen sei – und sich der „Zauber des Anfangs“ möglichst lange bewahre.

Für einen unterhaltsamen Zwischenton sorgte anschließend die kleine Theater-AG des Rechberg-Gymnasiums unter der Leitung von Klaus Kraner mit einer Szene aus ihrem aktuellen Stück.

Auch Bürgermeister Bernd Schwartz ließ es sich nicht nehmen, die neue Schulleiterin persönlich willkommen zu heißen. Dabei stellte er eine besondere Gemeinsamkeit heraus: Sowohl er als auch Frau Bergter sind neu in ihrem Amt. Schwartz betonte die Bedeutung des Schulstandorts Donzdorf und erinnerte an die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Stadt. Diese wolle man selbstverständlich fortsetzen. Die Schule werde auch künftig nicht alleine gelassen. Mit einem Augenzwinkern verwies der Bürgermeister darauf, dass er das Schulgebäude von seinem Büro auf dem Berg aus ohnehin sprichwörtlich immer im Blick habe. Gleichzeitig machte er deutlich: Investitionen in die Schule seien möglich und notwendig. Als Geschenk überreichte er der neuen Schulleiterin ein Buch über die Geschichte Donzdorfs. Vielleicht, so seine Botschaft, werde Susanne Bergter selbst eines Tages ein Teil dieser Stadtgeschichte sein.

Auch die Vertreter der Donzdorfer Kirchengemeinden, Pfarrer Klein und Gemeindereferentin Ursula Mühlbauer, richteten persönliche Worte an Frau Bergter. Frau Mühlbauer griff erneut das Hesse-Zitat auf und wünschte der neuen Schulleiterin, dass sie sich auch bei schwierigen Aufgaben den Zauber des Anfangs bewahren könne. Durchsetzungsvermögen, Weisheit, Offenheit und Mut sollten sie auf ihrem neuen Weg begleiten – ebenso das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die Schulgemeinschaft. Pfarrer Klein stellte heraus, dass Schule weit mehr sei als ein reiner Lernort: Für viele Menschen sei sie zugleich ein wichtiger Lebensort. Daraus ergäben sich zahlreiche Begegnungen und Aufgaben, die auch Herausforderungen mit sich bringen. Für diese wünschte er Frau Bergter vor allem Geschick und Fingerspitzengefühl in der Kommunikation.

Musikalisch begleitet wurde die Feier erneut vom Schulchor des Rechberg-Gymnasiums unter der Leitung von Annika Renz.

Leila Wähner, stellvertretende Schulleiterin der Messelbergschule, hieß Frau Bergter ebenfalls willkommen. Im Mittelpunkt ihrer Worte stand die enge Zusammenarbeit der beiden Schulen auf dem gemeinsamen Schulcampus. Durchlässige Bildungswege, gemeinsame Projekte und gegenseitige Unterstützung seien wichtige Stärken des Standorts. Bewährtes solle fortgeführt, Neues gemeinsam angepackt und weiterentwickelt werden. Grundlage dafür bleibe eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Einen weiteren Höhepunkt bildete die Rede von Landesverkehrsministerin Nicole Razavi, die zugleich Schulpatin des Rechberg-Gymnasiums im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist. Razavi bezeichnete den Schulstandort Donzdorf als einen Ort, an dem in der Vergangenheit Bildungspolitik mitgestaltet worden sei. Gleichzeitig richtete sie den Blick auf die heutigen Herausforderungen von Schule und Schulleitung. Schule bedeute längst mehr als reine Wissensvermittlung. Junge Menschen müssten lernen, analytisch und kritisch zu denken, Dinge zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen. Respekt und menschliche Werte seien dabei ebenso wichtig wie fachliches Wissen. Gerade in einer Demokratie komme Schulen eine besondere Verantwortung zu: Sie sollen junge Menschen auf ihrem Weg zu selbstständigen Persönlichkeiten begleiten.

Personalratsvorsitzende Annette Fleischmann sprach anschließend im Namen des gesamten Kollegiums. Sie machte deutlich, dass dieser Tag historisch sei: Susanne Bergter ist die erste Frau an der Spitze des Rechberg-Gymnasiums. Dabei fand Frau Fleischmann ein besonders passendes Bild: Susanne Bergter wechselte vom RosenSTEIN-Gymnasium in Heubach ans RechBERG-Gymnasium nach Donzdorf. Symbolisch sei das sicher nicht einfach nur „ein anderer Stein“. Vom Berg in Donzdorf aus habe Frau Bergter nun einen besonderen Blick auf den gesamten Weg. Dabei werde es sicherlich Umwege und vielleicht auch Irrwege geben – und immer wieder Entscheidungen darüber, welchen Weg man einschlagen möchte. Im Namen des Kollegiums wünschte Frau Fleischmann der neuen Schulleiterin für diesen Weg alles Gute und betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Personalrat und Schulleitung auch künftig von respektvoller Kommunikation geprägt sein solle. Als besonderes Geschenk überreichte das Kollegium einen „Bergter-Ahorn“. Der Baum steht dabei sinnbildlich für die neue Aufgabe: Er braucht Zeit, um Wurzeln zu schlagen und sichtbar zu werden, bevor er Halt geben und Schatten spenden kann.

Der Schulchor setzte anschließend einen weiteren musikalischen Akzent. Für diesen besonderen Anlass war sogar die letzte Strophe eines Liedes eigens umgedichtet worden – eine ganz persönliche musikalische Willkommensbotschaft an die neue Schulleiterin.

Dann war der Moment gekommen, auf den viele gewartet hatten: Susanne Bergter selbst ergriff das Wort. Sie bedankte sich herzlich für die Feier und beschrieb den Moment als etwas eigenartig: Offiziell beginne an diesem Tag etwas Neues – obwohl ihr persönlicher Start am Rechberg-Gymnasium bereits einige Wochen zurückliege. Besonderen Dank richtete sie an ihren Stellvertreter Thomas Maurer, der sie in den vergangenen Wochen mit den Abläufen der Schule vertraut gemacht und sie dabei immer wieder auf Dinge hingewiesen habe, von deren Existenz sie zuvor noch gar nichts wusste. Frau Bergter blickte auf 16 Jahre Berufserfahrung als Lehrerin, Beratungslehrerin und Fachberaterin zurück. Mit dem Wechsel an die Spitze des Rechberg-Gymnasiums ändere sich zwar ihre Funktion – ihr Blick auf die Menschen aber nicht. Hinter jeder Note, hinter jedem Konflikt wolle sie auch künftig den jeweiligen Menschen sehen. Ihre Vorstellung von Schule beschrieb sie als einen Entwicklungsraum, in dem Lernen, Denken und Anspruch nicht im Widerspruch zu Vertrauen, Respekt und Menschlichkeit stehen dürften. Gleichzeitig machte Frau Bergter deutlich: Das Rechberg-Gymnasium müsse nicht neu erfunden werden. Die Schule trage die Spuren ihrer Vorgänger Fischer und Mülherr. Ihre eigenen Visionen für die Zukunft wolle sie deshalb nicht als Einzelprojekte verstehen. Vielmehr sollten Veränderungen dort entstehen, wo sie sinnvoll seien – und von möglichst vielen getragen werden. Frau Bergter griff das Thema Demokratie auf. Gerade heute sei es wichtiger denn je, Urteilsvermögen und Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln. Demokratie bedeute dabei nicht, dass jeder die eigene Meinung automatisch für die richtige halten dürfe. Vielmehr gehe es darum, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten, Dinge zu hinterfragen und sich ein eigenes begründetes Urteil zu bilden. Dabei habe sie einen hohen Anspruch an Bildung und Wissen – ebenso aber an ein gutes und vertrauensvolles Miteinander. Eine wichtige Rolle spielen für Susanne Bergter auch Vorbilder. Menschen aus ihrem eigenen beruflichen Leben hätten ihr gezeigt, wie Führung funktionieren könne und sie auf ihrem Weg geprägt. Ihre persönliche Botschaft dazu war besonders eindringlich: Führung bedeutet für sie nicht, ein anderer Mensch zu werden. Vielmehr gehe es darum, an den eigenen Werten festzuhalten. Zum Abschluss ihrer Rede galt ihr besonderer Dank ihrer Familie. Ohne deren Unterstützung, so Susanne Bergter, wäre die neue berufliche Aufgabe nicht zu bewältigen.

Mit einem letzten Musikstück der Combo endete der offizielle Teil der Einsetzungsfeier. Beim anschließenden Sektempfang und Catering des Bürgerstübles Reichenbach blieb noch reichlich Gelegenheit für persönliche Gespräche, Begegnungen und ein gemeinsames Anstoßen auf die neue Schulleiterin.

Ein Nachmittag voller Musik, Erinnerungen, guter Wünsche und vieler persönlicher Worte ging damit zu Ende. Und vielleicht passt deshalb kaum ein Satz besser zu diesem besonderen Tag als jener von Hermann Hesse: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“

Für Susanne Bergter beginnt am Rechberg-Gymnasium nun ein neues Kapitel. Die ersten Seiten sind geschrieben – die Geschichte darf weitergehen.

(Carolin Illner)

Jugendblasorchester in grünen T‑Shirts bei Probe in hellem Raum, mit Flöten, Saxophonen, Keyboard und Notenständern
Die Combo des RGD unter der Leitung von Manuel Kolb
Zwei lächelnde Personen bei Veranstaltung, Mann mit Brille im Sakko hält gelbes Band, Frau in grünem Kleid
StD Thomas Maurer (stv. Schulleiter) & OStD'in Susanne Bergter (Schulleiterin)
Zwei lächelnde Personen neben Rednerpult: Mann in hellem Anzug und Krawatte, Frau in grünem Kleid hält rotes Heft.
Donzdorfs Bürgermeister Bernd Schwartz mit Susanne Bergter
Drei lächelnde Erwachsene bei einer Ehrung; Frau in grün hält Geschenk mit blauem Band, neben ihr zwei Personen
Pfarrer Joachim Klein, Gemeindereferentin Ursula Mühlbauer und Susanne Bergter
Jugendchor in türkisfarbenen T‑Shirts singt unter Dirigentin in hellem Saal, Sänger mit Notenheften vor Mikrofonen
Die Chorlinge des RGD unter der Leitung von Annika Renz
Zwei lächelnde Frauen geben sich die Hand; links rote Haare und dunkler Blazer, rechts grünes Kleid; Mikrofone im Hintergrund.
Leila Wähner (stv. Schulleiterin der Messelbergschule) mit Susanne Bergter
Zwei lächelnde Frauen stehen nebeneinander vor Mikrofonen, eine in grünem Kleid, die andere in dunkler Jacke.
Landesverkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) & Susanne Bergter
Drei lächelnde Frauen stehen zusammen; rechts hält eine Frau eine Urkunde mit Zweig, Mikrofone im Hintergrund.
Birgit Kröner (links) und Annette Fleischmann (Mitte) als Vertreterinnen des ÖPR mit Susanne Bergter