Französische Gäste in Donzdorf


Vom 12.3. bis zum 19.3. 2026 durften wir 24 französische Austauschschüler aus Riorges und deren beiden Begleitlehrerinnen am Rechberg-Gymnasium willkommen heißen.

Am Abend des Ankunftstages warteten die deutschen Austauschteilnehmer mit ihren Eltern gespannt auf die französischen Gäste. Bisher kannte man diese nur von einem Steckbrief und dem entstandenen digitalen Austausch über das Handy. Nachdem jeder seinen Austauschpartner erkannt und begrüßt hatte, machte man sich auf den Weg nach Hause, wo bereits die ein oder andere schwäbische Spezialität auf die französischen Gäste wartete.

Am Freitag gab es in der Mensa des Rechberg-Gymnasiums für alle am Austausch Beteiligten ein gemeinsames Frühstück. Anschließend erhielten die französischen Gäste eine Führung durch unsere Schule, um sich besser orientieren zu können. Schließlich ging es für die Gastschüler in den Unterricht an der Schule, wo sie viele neue Eindrücke sammeln konnten.

Das Wochenende nutzten viele Familien, um ihren Gästen die Umgebung zu zeigen. Für einige französische Schüler ging es nach Ulm, wo eine Besichtigung des Münsters und des Fischerviertels auf dem Programm stand, andere fuhren nach Stuttgart oder Göppingen. Aber auch Aktivitäten, wie Fußball oder Handball im Sportverein, gemeinsames Ausreiten, Kegeln, Schwarzlichtminigolf, ein Schnitzelessen in großer Runde beim berühmten „Begga Seff“ sowie ein Abend im Tanzkurs waren bei den Gästen gern gesehene Unternehmungen. Des Weiteren führten kleine Wanderungen die französischen Gastschüler auf die Drei Kaiserberge, den Hohenstaufen, den Rechberg und den Stuifen. So kam es, dass die beiden französischen Begleitlehrerinnen, welche im Laufe der Woche ebenfalls eine Wanderung machten, im Gipfelbuch der Kapelle Eintragungen ihrer Schüler vom Wochenende zuvor fanden.

Am Montag konnten die Gäste aus Frankreich einen kompletten Schultag am RGD erleben und so auch den einen oder anderen Unterschied zum französischen Schulsystem erkennen.

Am Dienstag stand der Ganztagesausflug mit allen französischen und deutschen Schülern auf dem Programm. Zunächst ging es nach Stuttgart ins Museum der Illusionen, wo im wahrsten Sinne des Wortes alles hin und wieder Kopf stand. Große Leute wurden klein und kleine groß, man sah sich selbst in Spiegeln mit seinen 100-fachen Zwillingen konfrontiert, man teilte seinen Körper mit einer anderen Person, konnte seinen Gleichgewichtssinn in einem rotierenden Tunnel üben und staunte nicht schlecht, als sich scheinbar unterschiedlich lange Elemente als gleich lang erwiesen. Die Mittagspause verbrachte die Gruppe im angrenzenden Einkaufszentrum „Milaneo“. Dort kamen alle in den Genuss einer kurzen Shoppingtour sowie eines guten Mittagessens. Danach ging es mit dem Bus weiter zum nächsten Stopp am Mercedes-Benz-Museum. Dort machten sich alle auf eine Zeitreise durch die Automobilgeschichte. Diese reichte von einem Pferd am Anfang der Ausstellung, über Kutschen und den ersten motorisierten Fahrzeugen bis hin zu modernen Rennfahrzeugen der Gegenwart. Außerdem hatten viele großen Spaß daran, sich bei einem original nachgebauten Boxenstopp auszuprobieren. 

Am Mittwoch wurden die Austauschschüler und ihre Begleitlehrerinnen vom Bürgermeister im Rathaus willkommen geheißen. Anschließend wurde ein interaktives Stadtspiel in Donzdorf durchgeführt, bei welchem die französischen Gäste die Partnerstadt von Riorges besser kennenlernen konnten.

Am Donnerstag ging es erneut in Kleingruppen in den Unterricht und so bot sich manchen Gastschülern ein vielseitiger Einblick in Fächer, die es so in Frankreich gar nicht gibt.

Der Abschied am Freitag fiel allen schwer, doch es überwog die Freude über die gemeinsame Zeit, die gewonnenen Erfahrungen und die entstandenen Freundschaften. Zudem wussten alle, dass es nicht allzu lange dauern würde, bis man sich in Frankreich zum Rückbesuch wiedersehen würde. In diesem Sinne hieß es beim Abschied nicht „salut“, sondern „à bientôt“.

(Carolin Illner)