Latein-Exkursion nach Avignon
Latein-Ausfahrt der Klassenstufen 9/10
Am Sonntag, den 14. Juni, trafen wir – die Lateiner der Stufen 9 und 10 – Frau Goehl, Herrn Hupel und Herrn Kock um 5:45 Uhr am Rewe Parkplatz. Zum Glück eine Stunde später als ursprünglich geplant! Müde, aber aufgeregt, kamen wir schließlich 12 Stunden später in der Jugendherberge in Avignon an. Wir wohnten gegenüber der Stadt auf der anderen Seite der Rhône mit traumhafter Aussicht auf den Papstpalast. Am nächsten Morgen stellte sich jedoch heraus, dass sich manche Schüler ihre Zimmer mit Bettwanzen teilen mussten. Dieses Problem wurde jedoch bald behoben und dem ersten Ausflug stand nichts mehr im Wege.
Wir fuhren mit dem Bus nach Arles, um ein Museum über die römische Geschichte der Stadt anzuschauen. Am beeindruckendsten war die riesige, außerordentlich gut erhaltene Statue des Kaisers Augustus. Nach der Mittagspause bestaunten wir das Amphitheater und das wunderschöne Panorama der Stadt, bevor wir im Anschluss ein Theater besichtigten. Dort demonstrierte uns Herr Hupel durch das Zitieren des ‚Erlkönig‘ und dem Fallenlassen einer Münze die hervorragende Akustik. Nach einer weiteren kleinen Pause besuchten wir die Kirche „St. Trophime“ mit ihrem Kreuzgang. Im Anschluss fuhren wir zurück zu unserer Herberge und verbrachten nach dem Essen, während welchem natürlich Fußball lief, in kleineren Gruppen unseren restlichen Abend.
Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Orange. Dort besichtigten wir ein antikes Theater, in dem gerade ein Konzert vorbereitet wurde. Alle staunten darüber, dass solche Orte ihren Zweck von damals nie verloren haben und auch heute noch von berühmten Musikern genutzt werden. Danach ging es in das gegenüberliegende Museum über die Funde der Antike aus Orange. Im Anschluss besichtigten wir den besonders gut erhaltenen Triumphbogen, auch wenn alle durch die Mittagshitze sehr geschafft waren. Nach der Mittagspause ging es mit dem Bus weiter zur Ausgrabungsstätte „Vaison la Romaine“. Dort konnten wir, mit Audioguides ausgestattet, alles auf eigene Faust entdecken. Den Abend verbrachten wir mit unseren Freunden in der Herberge.
Am Mittwoch ging es nach dem Frühstück nach Nîmes. Hier erkundeten wir ein beeindruckendes Amphitheater. Danach besuchten wir ein Museum auf der anderen Straßenseite, das Aufschluss über die römische Antike gab und von dessen Dach man eine fabelhafte Aussicht hatte. Hierauf besichtigten wir den sehr gut erhaltenen Tempel „Maison Carrée“. Wir hatten nun Mittagspause und fuhren weiter zum „Pont du Gard“. Das ist eine Brücke, die Teil eines römischen Aquädukts war, welches dazu diente, Wasser nach Nîmes zu leiten. Sie spannt sich über die Rhône. Hier gingen wir zudem in ein Museum, das sich mit dem Bau des „Pont du Gard“ beschäftigt. Einer der größten Vorteile dieses Museums war die Klimaanlage, die in der permanenten Hitze Südfrankreichs eine willkommene Abwechslung darstellte. Im Anschluss konnten wir entweder noch in der Rhône baden oder im Bus warten. Abends saßen wir gemütlich zusammen.
Am letzten Tag erkundeten wir Avignon zu Fuß. Wir hörten zunächst eine GFS am Ufer der Rhône und besichtigten dann den Papstpalast, in dem wir unter anderem erfuhren, warum es einmal drei Päpste gab. Auch hier war die herausragende Architektur besonders beeindruckend, obwohl der Palast nicht ganz aus der Zeit der Römer stammt. Im Anschluss machten wir uns auf, um eine berühmte Brücke, bekannt als „Pont d´Avignon“ zu besichtigen, die heutzutage größtenteils eingestürzt ist. Nachdem wir erst am falschen Eingang standen, konnten wir doch noch hinauf. Der komplette restliche Tag stand uns zur freien Verfügung: so durften wir entweder bis abends in der Stadt bleiben oder bereits zurück zur Herberge laufen. Nun brach leider schon unser letzter Abend an und wir mussten packen, bevor die Zimmer kontrolliert wurden.
Am Freitag sind wir pünktlich um 6 Uhr mit dem Bus abgefahren und nach einigen Staus um 18:30 Uhr wieder in Donzdorf angekommen. Dort wurden wir schon von unseren Familien erwartet und unsere schöne Exkursion ging zu Ende.
Ein großes Dankeschön gilt Frau Goehl für die Organisation, sowie Herrn Hupel und Herrn Kock für die Begleitung dieser unvergesslichen Ausfahrt! Ex animo gratias!
(Tim Nägele, Lia Schmid)
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