Studienfahrt Berlin
Am frühen Morgen des 12.07. 2026 trafen sich 61 Schülerinnen und Schüler der KS 1 mit ihren Lehrern, um zur diesjährigen Studienfahrt nach Berlin aufzubrechen. Nach einer recht schnell vergangenen Bahnfahrt kamen alle aufgeregt und voller Erwartungen in der Hauptstadt an. Nach dem Zimmerbezug und einer Mittagspause ging auch das Programm schon los. Bei den Orientierungsgängen schauten wir uns mit von den Schülern vorbereiteten Referaten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an. Dabei führte uns unsere Route vom Bundestag über das Brandenburger Tor bis zur Museumsinsel vorbei an allem, was man in Berlin eben so gesehen haben muss.
Am Montag starteten wir dann ausgeschlafen zu unserem Termin im Bundesministerium der Verteidigung, wo wir allerhand Neues über die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik , deren aktuelle Herausforderungen sowie die Bedeutung der Bundeswehr lernten. Am Nachmittag statteten wir dann auch noch dem Bundestag einen Besuch ab. Im „hohen Haus“ der Politik hatten wir Gelegenheit mit dem Abgeordneten des Wahlkreises Göppingen, Hermann Färber, ins Gespräch zu kommen und ihn mit allem zu löchern, was uns so unter den Nägeln brennt. Nach einer spannenden Diskussion über aktuelle und kontroverse Themen, durften wir noch auf die Tribüne des Plenarsaales, wo uns ein Vortrag über die Geschichte und Arbeitsweise des Parlaments erwartete. Am Ende des Tages konnten wir schließlich den Sonnenuntergang auf der Dachterrasse und der Kuppel des Bundestages genießen und den Abend ausklingen lassen.
Der nächste Tag startete mit verschiedenen Museen, die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit zwischen dem Olympiastadion, dem Technikmuseum und den Körperwelten je nach Interesse zu wählen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der deutschen Teilung. Zuerst konnten wir bei einem Rundgang durch die Bernauer Straße leibhaftig verstehen, was es bedeutet, wenn man in einer geteilten Stadt lebt, verlief doch die Grenze zwischen Ost und West genau über diese Straße. Diese Eindrücke wurden dann in Gesprächen mit verschiedenen Zeitzeugen noch vertieft, die uns anhand ihres eigenen Lebens zeigten, dass die Teilung nicht nur durch die Stadt und die Straße sondern auch durch Familien und Freundeskreise ging.
Für den Mittwoch standen zuerst verschiedene Stadtrundgänge mit historischen oder geografischen Schwerpunkten an. Am Beispiel Kreuzberg konnten die Teilnehmer erkennen, welche Auswirkungen die Gentrifizierung auf die Lebenswelt der dort lebenden Menschen hat. Des Weiteren konnte im Futurium ein Einblick genommen werden, wie unsere Leben in 50 Jahren vielleicht aussehen könnte. Am Nachmittag hatte dann ein Teil der Gruppe noch die Möglichkeit den Gang der Gesetzgebung im Bundesrat live zu erleben. Die Teilnehmer schlüpften in die Rollen der einzelnen Bundesländer und berieten in einem Planspiel, ob ein Gesetz zum Böllerverbot an Silvester durchgesetzt werden könnte. Der andere Teil der Gruppe wandelte auf biologischen Spuren und stattete dem Museum für Naturkunde einen Besuch ab.
Unser traditioneller Stasi-Tag fand auch dieses Jahr wieder am Donnerstag statt. In der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in der Normannenstraße schauten wir uns zuerst an, wie es der DDR gelang einen so großen Geheimdienst aufzubauen und damit in fast alle Bereiche des Lebens der Bürger einzugreifen. Mit diesem Wissen besuchten wir dann am Nachmittag das Stasi- Gefängnis in Hohenschönhausen. In verschiedenen Führungen konnten wir hier am eigenen Leib erfahren, was es bedeutete in einem Staat zu leben, in dem Überwachung auf der Tagesordnung stand und man nicht immer ganz sicher sein konnte, wem man vertrauen kann oder wer als IM persönliche Dinge an die Stasi weitergab.
Schöne Zeit vergeht leider viel zu schnell und schon brach der letzte Tag an. Bevor wir der Hauptstadt auf Wiedersehen sagten, besuchten wir aber noch einmal verschiedene Museen. So gab es erneut die Möglichkeit im Naturkundemuseum mehr über die Evolution zu lernen. Sowohl im Tränenpalast als auch im DDR- Museum standen nochmals die deutsche Teilung sowie der Alltag in der DDR auf dem Programm. Vollgepackt mit viel neuem Wissen, aber dennoch auch erschöpft vom Programm und den vielen Eindrücken aus der Großstadt, hieß es dann am Mittag Abschied zu nehmen. Die Bahn brachte uns dann recht pünktlich wieder nach Hause.
Nica Dieffenbacher
Schultermine
Hier wird nur eine Auswahl der wichtigsten Termine angezeigtAktuell sind keine Termine vorhanden
